Irgendwas:1 – Crabs unterliegen den „alten Herren“ der Duisburg Ducks

16.04.2016

Ob Skaterhockey Nationalspieler Paul Fiedler, der das erste Freundschaftsspiel des Hobby Eishockey(!) Club Duisburg „The Crabs“ in dieser Sportart gegen die „alten Herren“ der Duisburg Ducks als unparteiischer leitete, am Ende mitgezählt hat, ist nicht klar. Ob dies überhaupt einer der anwesenden Spieler oder Zuschauer tat genau so wenig. Klar ist jedoch, in einem erwartet einseitigen Spiel schlugen sich die Gäste gut, die dieses mal Kufen, Eis und Puck gegen Rollen, Sporthallenboden und Ball tauschten. Trotzdem unterlag der HEC klar und deutlich. Immerhin gelang dem Team ein Tor und damit ein Achtungserfolg.

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An der Wand der „Halle Süd“ in Duisburg Huckingen hängen, direkt gegenüber der Zuschauertribüne, zwei große Banner zu Ehren zweier der besten Spieler in der Geschichte der Duisburg Ducks, die nicht nur die Mannschaft der Enten jahrelang prägten sondern auch die Nationalmannschaft und den gesamten Sport in Deutschland. Markus Bak und „Patty“ Schmitz waren in der Vergangenheit maßgeblich an 8 Meisterschaften und unzähligen weiteren Titeln beteiligt. Alleine diese beiden Spieler hätten wohl am vergangenen Donnerstag gereicht, um die Krabben in dieser Sportart deutlich zu schlagen. Sie wurden aber noch von zahlreichen weiteren ehemaligen Akteuren aus der Enten-Familie unterstützt, unter Anderem von Sven Fydrich, dem aktuellen Trainer der ersten Mannschaft der Ducks, und von Gordon Kindler, selbst ehemaliger Erstliga-Spieler, Kapitän der Junioren Nationalmannschaft und Mitglied bei den Krabben. Die wiederum verstärkten sich ihrerseits auf zwei Positionen. Im Tor stand, zumindest zu Großteilen des ersten Drittels, Marco Focks, der seit einiger Zeit mit dem Team trainiert und im Skaterhockey quasi der erste Torhüter des Teams ist. Er wurde zum Ende des ersten Drittels vollkommen entkräftet, aber nur mit 2 Gegentoren, gegen Stamm-Goalie Charlie Behrensmeyer ausgewechselt. Eine weitere Verstärkung gab es im Sturm, hier verpflichteten die Krabben ihrerseits eine Ente, mit Manuela Kindler ging eine ehemalige Spielerin der ersten Damenmannschaft der Ducks für den HEC auf Torejagd.

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Das Spiel selbst nahm von Beginn an den erwarteten Lauf. Die Krabben stellten sich hinten rein und versuchten, so gut es ging, die Ducks vom Tore schießen abzuhalten. Dies gelang sogar weitestgehend gut und wenn nicht war ein ums andere Mal Focks im Tor der Krabben zur Stelle. Auch nach der Einwechslung von Behrensmeyer blieb das Bild, sodass sich die Krabben mit einem respektablen 3 zu 0 Zwischenstand in die erste Pause „retteten“. Zu Beginn des zweiten Drittels war es aber gleich um die Gäste geschehen. Innerhalb der ersten Minute verdoppelten die Hausherren ihre Torausbeute. Im Anschluss wuchs die Zahl der Tore so beachtlich an, dass alle Beteiligten die Übersicht verloren. Deutlich einfacher war dies bei den zählbaren Ergebnissen der Krabben. Im zweiten Drittel ergab sich eine Kontermöglichkeit, als Christoph Wilde den Ball in der eigenen Zone erobern konnte. Herbert Friedrichowski zog vor das Tor und versperrte dem Goalie der Ducks die Sicht, der so den Schuss von Wilde zu spät sah und ihn über die Fanghand ins Tor prallen ließ. In der Folge ergaben sich noch einige Chancen für die Gäste, die aber schlussendlich nicht viel mehr als Entlastung der Defensive und vor allem von Behrensmeyer im Tor brachte, der zum Ende hin genau wie sein Vorgänger, mit der Hitze in der Halle und der massiven Beanspruchung durch die Aktionen des Gegners zu kämpfen hatte. Am Ende stand ein deutlicher „irgendwas zu 1“ Sieg für die Gastgeber zu Buche, die sich in einem durchweg sehr fairen Spiel erwartungsgemäß durchsetzten. Dennoch hatten alle Beteiligten Spaß am Spiel und so steht auch schon fest, dass beide Mannschaften in der kommenden Eishockey-Saison erneut aufeinander treffen werden, dann aber auf dem eher gewohnten Untergrund für die Krabben, was zumindest einen Teil des qualitativen Unterschieds wett machen sollte.

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Aufstellung des HEC Duisburg:

Tor:

Focks / Behrensmeyer (ab der 17. Spielminute)

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Verteidigung:

Güllüg-Schroer – C. Wilde

Kotzyba – Korsch

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Sturm:

C. Knorr – S. Knorr

Haferkamp – Saborowski

Friedrichowski – M. Kindler

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Spielverlauf:

1. Drittel

3:0 Ducks

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2. Drittel

Viele Tore der Ducks

Irgendwas:1 C. Wilde

Viele Tore der Ducks

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3. Drittel

Noch mehr Tore der Ducks

Endstand: Ducks “irgendwas”:1 Crabs

Strafen: Ducks 0, Crabs 0

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